Kinderintensivwohngruppe (K-int)

 

Zielgruppe:

Die koedukative Kinderintensivgruppe betreut 6 Kinder ab 6 Jahren,  die aufgrund ihrer Symptomatik weder in der Herkunftsfamilie noch in anderen Regelgruppen, die für sie nötige Betreuung bekommen können.

Dazu können gehören:

•    Kinder mit Bindungstraumatisierungen und Bindungsstörungen,
•    Kinder mit anderen traumatischen Erlebnissen;
•    Kinder die eine mittel- bis langfristige pädagogische Betreuung benötigen;
•    die einen sicheren Ort und
•    einen klar strukturierten und  geregelten Tagesablauf brauchen ;
•    die in Regelgruppen überfordert wären;
•    Kinder, die von seelischer Behinderung bedroht sind;
•    Kinder, deren Beschulung sich problematisch darstellt;  
•    und speziell, bei denen vielfältige und gravierende Entwicklungsstörungen  vorliegen,   

wie z.B.

  • Störung der Empathiefähigkeit;Störung der Emotionsregulierung;
  • Geringe soziale Kompetenzen;
  • Geringe Selbstwirksamkeitserwartung;
  • Geringe Stresstoleranz und aggressives Verhalten;
  • Neigung zu dissoziativen Verhaltensmustern, wie z.B. aggressive Impulsdurchbrüche oder „Wegträumen“.

     

 

 

 

 

 

Anschrift:
Jugendhof Gotteshütte

K-int
Am Hohen Kamp 10
31683 Obernkirchen

 

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Fachbereichsleitung:

Henry Staats
Telefon: 0 57 22 / 28 01-15
E-Mail: h.staats@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Teamleitung:

Alexandra Rogosch

Telefon: 0 57 24 / 90 53 851

E-Mail: k-int@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter:

6 Stellen (+ 0,5 HWK)

 

Plätze: 6



 

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Zielstellungen:

Das Angebot ist im Kern darauf angelegt, die Kinder korrigierende Beziehungserfahrungen machen zu lassen. Grundlage dafür ist ein klar strukturierter und nachvollziehbar geregelter Alltag, in dem die Kinder mitgestaltende und selbstständige Anteile schrittweise übernehmen können.

Die individuellen Ziele werden in der Hilfeplanung gemeinsam festgelegt. Vor dem Hintergrund des allgemeinen pädagogischen Ansatzes können folgende Zielsetzungen möglich sein:

 


  • Gewöhnung an einen strukturierten Tagesablauf;
  • Das Erleben von kontinuierlichen, berechenbaren und feinfühligen;
  • Beziehungsangeboten durch Erwachsene;
  • Das Erleben von basalen Reizen und die Anregung zur differenzierten Wahrnehmung und Benennung der eigenen Gefühle;
  • Ausdrucksmöglichkeiten der eigenen Emotionalität entwickeln;
  • Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Stärken;
  • Verbesserung der Impulskontrolle und Frustrationstoleranz;
  • Erlernen von sozialverträglichen Konfliktlösungsstrategien;
  • Einhaltung von Regeln und Grenzen;
  • Erwerb von Alltagsfähigkeiten;
  • das Leben von Freundschaften und Stärkung der Beziehungsfähigkeit;
  • die Förderung der Eingliederungsfähigkeit in Gruppen;
  • das Heranführen an einen geregelten Schulbesuch.

 

Der Schwerpunkt unserer Arbeit mit den Kindern liegt besonders zu Beginn der Maßnahme darin, mit den  symptomatischen Verhaltensweisen, also den Überlebensstrategien der Kinder, so umzugehen, dass sie in die Lage versetzt werden, einen geregelten und strukturierten Tagesablauf erleben zu können. Das erreichen wir zu aller erst dadurch, dass wir den Kindern eine Orientierung im alltäglichen Zusammenleben durch verlässliche, vorhersehbare und transparente Strukturen geben. Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist dabei, je nach Situation unterschiedlich, mit den Kindern sowohl fachlich-verständnisvoll, als auch klar-konsequent oder empathisch-feinfühlig umgehen zu können.

Als Grundlagen unserer Arbeit ist sowohl eine ermutigende und wertschätzende Haltung, aber auch die emotionale Verfügbarkeit der Pädagog*innen zu nennen. Über Beziehungskontinuität und einen sicheren Lebensraum können die Kinder positiv korrigierende Beziehungserfahrungen machen. Den Bedürfnissen der jeweiligen Kinder entsprechend richten wir unser Handeln eher strukturierend, klar oder ausgleichend, animierend bzw. reflektierend und/ oder unterstützend aus.

 


 

Konzeptionelle Schwerpunkte:

  • Klar strukturierter, Tages- und Wochenablauf
  • Gezielte Beschäftigungsangebote
  • Bezugserziehersystem 
  • Unterstützung und Begleitung von nicht planbaren Krisen
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Gezielte 1:1-Angebote
  • Engmaschige Zusammenarbeit mit der Grundschule
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Individuelle Schulbegleitung   
  • Umfangreiche Diagnostik zu Beginn der Maßnahme
  • Sozialraumorientierte Vernetzung
  • Arbeit mit der Herkunftsfamilie
  • Wöchentliche Fallberatungen im Team

Qualität:

  • Tägliche Dokumentation; Tischvorlagen und Berichte
  • Partizipationskonzept
  • Sexualpädagogisches Konzept
  • Ökologisch- pädagogisches Konzept
  • Wertschätzung und Empathie
  • Fachlichkeit
  • Transparenz
  • Orientierung am Kindeswohl
  • Familienorientiert
  • Verzahnung von Jugendhilfe und Schule
  • Systemische Ausrichtung der Pädagogik
  • Geschäftsstelle Dachverband Familienaktivierung
  • In der Trägerschaft eine Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung, Sek. I
  • Leitungsrufbereitschaft
  • Sicherstellung der persönlichen Eignung von Beschäftigten nach § 72a SGB VIII
 
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