Mutter/Vater-Kind - Betreuung (MuVaKi)

 

Zielgruppe:

In dem MuVaKi  werden minderjährige ab 16 Jahre und volljährige Mütter, Schwangere oder Väter mit ihren Kindern aufgenommen,

 

  • die ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung, aufgrund ungünstiger Sozialisationsbedingungen noch nicht abgeschlossen haben und  Unterstützung brauchen, um wichtige Entwicklungsschritte aufzuholen;
  • die mit ihrer neuen Rolle als Mutter oder Vater überfordert sind und Unterstützung benötigen, um kindeswohlförderlich zu handeln;
  • deren eigene Ressourcen zur kindeswohlsichernden Handlung nicht ausreichen;
  • Mütter, die ablehnend oder ambivalent gegenüber ihrer Schwangerschaft stehen;
  • denen eine Inobhutnahme des Kindes droht;
  • mit instabilem Umfeld und mangelndem sozialen Netzwerk;
  • mit fehlenden familiären Stützungssystemen;
  • mit fehlenden Strategien für angemessene Lebensbewältigungsmuster oder Konfliktlösung;
  • mit fehlenden tragfähigen Bindungserfahrungen,
  • mit drohender oder stattgefundener Verwahrlosung der Kinder;
  • mit mangelnden Erziehungskompetenzen, Versorgung und/oder Förderung.

 

Anschrift

Mutter/Vater-Kind - Betreuung

Kirhofsweg 4

32457 Porta Westfalica

 

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Fachbereichsleitung:

Sabine Gosemann
Telefon: 0 57 22 / 28 01-15
E-Mail: s.gosemann@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Teamleitung:

Henry Staats
Telefon: 0152 / 63 23 566

E-Mail: h.staats@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter:

6,45 Stellen (+ 0,5 HWK)


Plätze:

5 Mütter/Väter + 8 Kinder



 

Die Überprüfung der Passung der Maßnahme sehen wir als unseren ersten Arbeitsauftrag. Die Ergebnisse dieser Überprüfung bilden die Grundlage der weiteren Hilfeplanung.

 

Einem Menschen diese Hilfeform zu verwehren, entspricht zunächst nicht der Grundhaltung des Jugendhofes Gotteshütte. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob Ressourcen zu selbstständigem und kindeswohlförderlichem Handeln überhaupt aktiviert werden können. Psychische Beeinträchtigungen, wie etwaige Psychosen, womöglich mit Suizidgefahr, oder akuter Suchtmittelmissbrauch könnten zunächst andere Hilfestellungen erfordern und die Aktivierung zu selbstständigem und kompetentem Handeln verhindern.
Pflegedürftigkeit oder starke geistige Behinderungen mit diesbezüglicher intensiver Betreuungsanforderung können nicht gewährleistet werden.

Betreuungsrahmen:

Das Muvaki bietet 5 Müttern/Vätern mit bis zu 8 Kindern eine Betreuung von 6,45 Fachkräften an. Für eine Familie wird in dieser Struktur ein Intensivbedarf (1:1 Betreuung) vorgehalten, welcher unter dem Punkt Intensivplatz erläutert wird. Eine Hebamme kann über FLS zur Unterstützung hinzugezogen werden.

Jedem Elternteil steht ein geräumiges Privatzimmer zur Verfügung, welches mit einem Bett, Sofa, Schrank und Wickeltisch ausgestattet ist. Dem Kind oder den Kindern steht ebenfalls ein geräumiges Zimmer zur Verfügung welches mit Schränken und Betten ausgestattet sind. Grundsätzlich ist es möglich eigene Gegenstände mitzubringen.

Neben der Sichtweise, das MuVaKi als Krisenintervention oder aktivierende  und entlastende Unterstützung auf Zeit zu verstehen, wird es auch als Diagnostik- und Klärungsinstrument genutzt, um langfristig zielgerichtete, stabilisierende Hilfen installieren zu können. Dadurch werden gezielt aussagekräftige Einschätzungen zur Bindungsgestaltung, dem Kindesschutz, der Erziehungsfähigkeit und ihrer Entwicklungsbereitschaft getroffen.

 

Wir machen den Familienmitgliedern Mut, indem wir zuversichtlich, positiv und mit Glauben an ihre Fähigkeiten mit ihnen ihre Zukunft betrachten. Wir begegnen den Familien mit einem hohen Maß an Neugier, Wertschätzung, Akzeptanz, Ressourcenorientierung und Hoffnung.


Konzeptionelle Schwerpunkte

  • Bindungsunterstützung
  • Das intensive Üben aller Arbeiten des Alltags unter enger Begleitung und die Strukturierung des Tagesablaufs der Familien.
  • Das Entwickeln veränderter Sichtweisen in Punkto Erziehungs/Beziehungshaltungen.
  • Das Sicherstellen des Kindeswohls und die Einbeziehung der Eltern in die Umsetzung der besseren Versorgung und Betreuung der Kinder.
  • Familiengespräche.
  • Das Erarbeiten neuer Zukunftsperspektiven mit den Familien in Verbindung mit dem Bemühen, die Belastungen der Familien zu verringern.
  • Die Reflexion der Beziehungsmuster und Rollen in den Familien.
  • Wöchentliche Fallberatungen durch interne und extern Berater.
  • Zusammenarbeit übergreifenden  Institutionen.
  • Zusammenarbeit mit externen und internen Beratungsangeboten
  • Berufsorientierung und Unterstützung in der Ausbildung
  • Unterstützung zur Selbständigkeit
  • Sicherer Ort

 Qualität:

  • Tägliche Dokumentation; Tischvorlagen und Berichte
  •  Partizipationskonzept
  • Sexualpädagogisches Konzept
  • Ökologisch- pädagogisches Konzept
  • Wertschätzung und Empathie
  • Fachlichkeit
  • Transparenz
  • Orientierung am Kindeswohl
  • Familienorientiert
  • Verzahnung von Jugendhilfe und Schule
  • Systemische Ausrichtung der Pädagogik
  • Geschäftsstelle Dachverband Familienaktivierung
  • In der Trägerschaft eine Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung, Sek. I
  • Leitungsrufbereitschaft
  • Sicherstellung der persönlichen Eignung von Beschäftigten nach § 72a SGB VIII

 

 
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